bierbrauen und braumeister · hopfenmädchen testet · hopfenpflanzen

brautag grünhopfenbier – über erntezeitpunkt, hopfenmenge und brauen mit nem eintopfofen :)

moini 🙂

unser hopfenernte- und brautag ist mittlerweile ein bisschen her, und sicher hat auch so manch einer von euch die ein oder andere dolde in seinen kessel geworfen; ein paar fotos hab ich zumindest entdeckt. jetzt wollte auch ich euch mal mit bildern versorgen 🙂

wir machen aus diesem tag gerne eine brauparty und waren diesmal sechs brauer bzw. -teams, die es sich auf meiner terrasse bequem gemacht haben. es wurden diverse stile gebraut: black ipa, altbier, red ale, ipa… macht das tasting in ein paar wochen natürlich sehr spannend 😉

folgende hopfensorten haben wir angebaut: comet, mandarina bavaria, polaris, callista, tettnanger und gimmli. letzterer ist eigentlich mehr deko, aber auch damit wurde bereits gebraut 😉 die hopfen sind teilweise in ihrem dritten jahr, was uns also teils megadolden beschert hat 😀 ❤ hier mal ein paar eindrücke…

der tettnanger hatte zu diesem zeitpunkt noch nicht ganz so viele dolden, er musste bei nem hagelschauer ordentlich leiden und hatte danach noch einiges aufzuholen. mit dieser sorte haben wir dann aber neulich auch noch mal ein frischhopfenbierchen gezaubert 😉

wann kann man den hopfen ernten?

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apropos nicht ganz so weit: wann ist der richtige zeitpunkt zum ernten? so ganz generell: zwischen ende august und mitte/ende september. dann kommt es aber auf die jeweilige sorte an, da gibt es unterschiede, auch wenn diese zeitlich nicht weit auseinander liegen. bei sechs sorten, wie wir sie haben, gucken wir immer, dass wir irgendwo mitten drin liegen, und das ist meist so um die erste/zweite septemberwoche der fall.

ob die dolden so weit sind, kann man an mehreren punkten erkennen. zum einen beginnen sie, an den spitzen der deckblätter bereits etwas braun zu werden. wenn man sich mal eine solche dolde schnappt, merkt man, dass sie trocken ist und etwas raschelt und nachgibt, wenn man draufdrückt.

in dem fall checkt mal, wie sie im inneren aussieht: oft erkennt man schon außen etwas lupulin (die gelben harzkügelchen ;)). wenn man die reife dolde öffnet, sollte von diesem feinen hopfenstaub eine menge zu sehen sein: kräftige farbe, klebrig und natürlich herrlich aromatisch – dazu die halbe dolde einfach mal auf dem handrücken verreiben und daran schnuppern. ❤ erkennt man hingegen weniger davon und riecht das ganze eher grasig, dann ist die gute noch nicht so weit – wenige tage später sollte man mehr glück haben 😉

zu spät seid ihr übrigens dran, wenn die dolden schon komplett braun und getrocknet sind! 😉 …dann riechen sie auch nicht mehr wirklich gut…

…zuuurück zum brauen!

gebraut wurde in effen töpfen (in diversen größen), mit sowie auch ohne läuterhexe, und auch unser alter freund „rob“ – der braumeister 10 war am start, yehaa! team hopfenjunge hat dabei auf strom verzichtet und mithilfe eines eintopfofens gebraut – mega herrlich (achtung, foto-spam!)! 😀

berechnung der hopfenmenge mit frischen hopfendolden

nun wird ja in der regel mit hopfenpellets gebraut… wie hoch ist denn nun die menge an hopfendolden, die man so braucht?

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(übrigens braucht euer bierchen weder blätter, noch stängel – ihr zupft also really nur die dolden ab ;))

was das verhältnis hopfenpellets zu frischen hopfendolden angeht, machen wir es so, dass wir den durchschnittlichen alpha-wert der sorte nehmen, mit doldenhopfen (trocken) rechnen und dann die etwa 5-fache menge im vergleich zu trockendolden nehmen. das hat bisher ganz gut geklappt…

mit dem faktor 5 gleicht man den wassergehalt des frischen hopfens im vergleich zu getrockneten dolden aus. dann rechnet man mit etwa 10 % mehr doldenhopfen als pellets, da die ausbeute bei den dolden etwas schlechter ausfällt. also: pelletmenge plus 10 % und dann das ganze mal 5.

dazu findet man mittlerweile auch einiges an infos und versuchen im netz, wer sich da näher informieren möchte, dem kann ich beispielsweise diesen artikel im braumagazin empfehlen. 🙂

unser black ipa ist mittlerweile abgefüllt; zum stopfen hatte es auch noch nen ordentlichen flavourhopfenberg bekommen – und roch/schmeckte bereits vielversprechend. 🙂

2. frischhopfenbierchen – brauen ohne strom im eintopfofen

vergangenes wochenende haben wir uns dann mal dem tettnanger gewidmet; (viel) später hätten wir damit nicht brauen „dürfen“ – zu diesem zeitpunkt war das aroma aber noch wirklich toll. auch dieses mal haben wir wieder den eintopfofen ausgepackt.

unten ist ein fach, das man mit briketts/holz füllen kann. darüber hängt man einen kessel, in dem wir wasser erhitzt/gekocht, dickmaische gekocht und die würze gekocht haben. eingemaischt wurde im isolierten zweiten topf; durch hin und wieder etwas zubrühen konnten wir die temperatur ziemlich gut halten.

was die temperaturregulierung im ofen angeht: ein mix aus türchen offen lassen für ausreichend luftzufuhr (freut auch den nachbarn, wenn es nicht so qualmt ;)) und regelmäßig anfeuern (go, go, go!) 🙂

…zum runterkühlen haben wir den topf übrigens wie immer in die regentonne gesetzt. mit der kühlspirale geht dann doch einiges an wasser drauf – und son schwimmendes töpfchen hat einfach was 😉

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so, genug zugetextet, würd ich sagen… aber was zum gucken hattet ihr ja auch. 🙂

tschüss, ihr waschbärchen! ❤

euer hopfenmädchen

 

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