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pflanzenschutz – nützlinge gegen schädlinge (blattläuse & spinnmilben) am hopfen

(werbung. verlinkung.)

wer mir auf facebook und instagram folgt, hat schon gesehen, dass sich unsere hopfenpflanzen prächtig entwickeln, juhu! sie wachsen gefühlt übertrieben schnell und haben teils ihre maximale gerüsthöhe bereits deutlich überschritten – ist aber auch kein problem; die entsprechenden triebe werden sich im laufe der zeit einfach fallen lassen und dann an ihren kollegen wieder hochranken – diese füchschen! 😉

wir hätten da folgende sorten… comet:

… tettnanger:

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…gimmli:

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und die drei kleinsten: polaris, callista und mandarina bavaria.

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generell gehts den pflanzen super, doch jedes jahr kommt auch das thema schädlinge auf den tisch. eigentlich immer finden wir blattläuse, und viel ärgerlicher: spinnmilben. während blattläuse bereits jetzt zu sehen sind, muss man auf spinnmilben besonders richtung sommer achten: wenns sehr warm wird (und trocken ist), machen die sich gerne mal breit – und haben uns im letzten jahr den ganzen tettnanger plattgemacht; ernten konnten wir da nicht mehr. dieses jahr gehen wir auch die spinnmilben schonmal eher – und prophylaktisch – an, auch wenn wir den eindruck haben, dass der tettnanger, seit wir ihn aus dem topf geholt haben und er jetzt im garten steht, deutlich robuster ist 😉 wie auch immer: sind diese milben irgendwann da, verbreiten sie sich sehr schnell, sodass man mit dagegen ankämpfen da eigentlich kaum noch mithalten kann.

im laufe der zeit haben wir uns zum thema pflanzenschutz mehr und mehr informiert, und generell sind uns nützlinge natürlich zum einen viel lieber, als den hopfen mit irgendwelchen – wenn auch verträglichen – mittelchen zu behandeln; entscheidender punkt ist bei den kleinen helfern aber auch, dass sie die pflanze überall erreichen. on top kommt zumindest bei uns hinzu, dass unsere miezen gerne einmal die ein oder andere pflanze verkosten – sind da pestizide drauf, hab ich auch eher ein ungeiles gefühl bei der sache 😛

fangen wir doch mal mit den blattläusen an. die kleinen biester können ganz unterschiedlich gefärbt sein; ich kenn jetzt vor allem die grüne und die schwarze variante – letztere hat es sich bei uns bereits bequem gemacht:

am wichtigsten aber zuerst: es gibt einen helfer, der immer schon von ganz alleine anmarschiert: der marienkäfer 🙂 wenn ihr diesen auf euren pflanzen seht, ist es wahrscheinlich, dass auch blattläuse in der nähe sind, denn er snackt die besonders gern. also: schön drauflassen und loben 😉

die blattläuse befallen die gesamte pflanze und später auch die dolden. geht man nicht dagegen an und gibts nen starken befall, hat das weniger – und verkümmerte – dolden zur folge. und generell wollt ihr ja die tierchen samt ausscheidungen nicht aufm hopfen und später im bier haben, right? weil klebrig und so, kriegt ihr ja nie mehr entfernt… also: weg damit!

für die unterschiedlichen schädlinge gibt es ebenso verschiedene nützlinge. wir haben uns mal beraten lassen – da fällt auch wieder der name eickelmann 😉 – und florfliegenlarven für die blattläuse und einen raubmilbenmix für die spinnmilben bei katz biotech bestellt. so kommen die bei einem an:

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der „laden“ ist super; hier gibts nützlinge für alle möglichen schädlinge, und natürlich entsprechend informationen und ne dufte beratung. man kann wohl auch blätter da einschicken, um sicher zu gehen, die richtige behandlung zu wählen, was z.b. im fall der schildläuse nützlich ist, weil es da unterschiedliche möglichkeiten bzw. spezialisierungen gibt. top! 🙂

von den spinnmilben kann ich euch jetzt kein eigenes bild zeigen, tatsächlich hab ich die im letzten jahr auch nicht geknipst… sind erst dann wirklich zu erkennen, wenn schon voll bei der arbeit. die blätter bekommen gelbe punkte, verfärben sich mit der zeit auch richtung orange, und wenns schon ganz schlimm ist, erkennt ihr auch gespinste an den pflanzen. wir dachten zuerst, die blätter vertrocknen, aber da war der hopfen quasi gar nicht mehr zu retten.

die nützlinge werden einfach auf die pflanzen gestreut bzw. zwischen die triebe gelegt, wenn sie wie im fall der raubmilben auf blättern mitgeschickt werden.

toll bei den florfliegen: die fressen auch thripse, spinnmilben, zikadeneier, raupen und schmierläuse. obs für die raubmilben nicht vielleicht noch zu früh ist, werden wir sehen – notfalls wird da bei bedarf im sommer noch mal nachbestellt.

also ich find diese möglichkeit der bekämpfung – und katz biotech! – großartig; vielleicht ist das ja auch was für den ein oder anderen von euch. 🙂 …am liebsten wäre mir aber natürlich, wenn die „viecher“ dieses jahr nicht so ausrasten 😀

tschüss, ihr tiger! ❤

euer hopfenmädchen

 

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