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ritterguts gose – bärentöter (german sour gose bock): 50 shades of beer

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um die gose habe ich bisher irgendwie immer einen umweg gemacht – vor jahren hatte ich mal eine. fand ich stark merkwürdig. was ich stark merkwürdig fand 😀 weil ich säuerliche biere liebe. aber der salzige punkt schien mir irgendwie nicht schlüssig… danach hatte ich erstmal keine gose mehr. nun scheint die gute ja wieder im trend zu liegen und so dachte auch ich: komm, zweiter versuch. damit meine ich nicht die hier verbloggte gose. mittlerweile hatte ich ein paar davon im glas und muss sagen: ja, ich will. 🙂 damals war die zeit wohl einfach noch nicht reif 😀

ach so, je nach leserschaft ist der begriff „gose“ vielleicht auch noch gar nicht geläufig: es handelt sich also wie gesagt um ein saures (dank bakterieller milchsäuregärung) und salziges (dank der zugabe von kochsalz) bier. ebenfalls typisch ist die zutat koriander. ein eher erfrischendes bier. der name ist auf den fluss gose zurück zu führen; sein wasser wurde damals in goslar zum brauen dieses bieres verwendet. der bierstil kommt also ursprünglich aus goslar, wird aber auch eher mit leipzig in verbindung gebracht, weil die gose nur dort auch vor ihrem comeback im craftbierbereich gebraut wurde. leipzig ist also irgendwie mehr ihre heimat. so, reicht jetzt aber mit geschichte und so. 😉

ich habe hier für euch den bärentöter, einen „german sour gose bock“ der marke ritterguts gose (der ältesten existierenden gosemarke der welt). dieses starkbier zählt zu den saisonalen spezialiäten der brauerei – die ihre biere jedoch wiederum in der brauerei reichenbrand in chemnitz braut.

fangen wir beim etikett an – ich als auch-etikettenopfer muss zugeben: ich hätte – bzw. habe – dieses bier im regal übersehen. der look des flaschenhalses, welcher den namen und das symbol der brauerei reichenbrand trägt, passt nicht wirklich gut zum ritterguts gose-look. die farbe ansich, dieses rötlich-violette zusammen mit dem goldenen kram, find ich eigentlich ganz schnieke. geht aber irgendwie auch unter, weil die flaschenfarbe so ähnlich ist… schwierig 😀 es ist ein bisschen gut und ein bisschen nicht. so 😉

was mir beim duft aufgefallen ist: eine recht präsente blutorangennote. sehr attraktiv. aber auch unerwartet. diese frucht findet sich auch geschmacklich wieder, zudem die stil-typische säure und der salzige anteil – sehr gut ausgewogen, das ganze. ja und wie schon gesagt, kommt dann noch eine deutliche malznote obendrauf – eine echt besondere kombination – und saulecker! 😉 zum abschluss gibt’s dann noch nen kleinen herben schubs 😀 das sind echt viele geschmacksnuancen, die man da vorgesetzt bekommt – beeindruckend, dass das (so gut) funktionieren kann. neben salz und koriander hat man sich hier noch für orangenschalen und zimt als zutat entschieden – an alle zimthater: schmeckt man nicht raus, könnt ihr trotzdem mal probieren 🙂 das alles kommt mit 6,6 % alkohol daher.

die perfekte mood: da ist mir das herz echt in die gose gerutscht! ❤

die sonst in der gose alles andere als präsente malznote, die wiederum typisch für ein bockbier ist, macht dieses bier – zusammen mit dem besonderen frucht- und säuerlichen aroma zu einem echten geschmackserlebnis. ich find es unglaublich gut! klare empfehlung 🙂

tschüss, ihr hasen! ❤

euer hopfenmädchen

 

 

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