bierbrauen und braumeister

da braut (man) sich was zusammen – die basic steps des bierbrauens. plus: bierbrauen in frauensprache :P

hey there 🙂

die chancen, dass ich euch in naher zukunft etwas vorbraue, stehen äußerst gut. da wäre es doch schön, wenn ihr, soweit noch nicht bekannt, über die basic steps des bierbrauens bescheid wüsstet. noch schöner ist es natürlich, dass ihr diese jetzt auch auf meinem blog findet 😉

dieser beitrag ist jetzt weder für bierbrauer, noch damit auskenner und schon gar nicht für alles ganz genau nehmer und penible begriffsdefinierer gedacht – ich denke doch, die sache ist klar: wer nicht den blassesten schimmer davon hat, was beim bierbrauen überhaupt so los ist, der (und vor allem auch die, yeah!) kann es hier nachlesen 😉

zunächst: steuerfrei darf man als hobbybrauer nicht mehr als 200 liter bier im jahr brauen. bevor man loslegt, sollte man außerdem das zollamt darüber informieren, wann und wo man brauen möchte und wie groß die menge voraussichtlich in dem entsprechenden jahr sein wird, bzw. dass 200 liter nicht überschritten werden. eine kurze formlose mitteilung reicht da vollkommen 🙂

die grundzutaten:

so(, mädels), was kommt denn so an grundzutaten ins bier, hm? stichwort reinheitsgebot:

  • malz
  • hefe
  • wasser
  • hopfen

 

20170120_114400-01

 

fangen wir mit dem malz (hier von besserbrauer) an, welches dem bier seine farbe gibt und natürlich auch was für den geschmack tut 😉 malz stammt aus der gerste bzw. ist eigentlich nichts anderes als gerste, nur in einer anderen form: das getreide bringt man durch einweichen in wasser zum keimen. dann trocknet man die körner (kenner nennen dies darren ;)) – je höher dabei die temperatur ist, desto dunkler wird das malz und somit später auch das bier.

schließlich werden die körner geschrotet, was man auch als mälzen bezeichnet – so wird aus der gerste malz. nicht immer mälzt man für das brauen gerste – für ein weizenbier nimmt man natürlich weizen 😉 aber auch roggen, dinkel etc. sind möglich.

 

die hefe. diese braucht man, damit aus zucker alkohol wird. viel mehr gibt’s da eigentlich auch nicht zu zu sagen 😀 man kann sie in flüssiger oder trockener form verwenden; für hausbrauer ist die pulverform die erste wahl. ein foto von nem kleinen päckchen könnt ihr euch jetzt selbst denken – nicht wirklich aussagekräftig. fotos folgen dann mal beim brau-beitrag 🙂

wasser: dieses sollte möglichst weich sein, sagt man. ich habe keine ahnung, wie das bei „meinem“ leitungswasser aussieht, aber dem eigenen bier hat’s bisher jedenfalls immer gut getan 🙂 wer weiß, dass das leitungswasser besonders hart ist, kann/sollte/könnte es einfach durch abkochen entkalken – naja, je nachdem, wie viel er brauen möchte 😉

und schließlich, mein favourite, weil er so vielseitig und spannend ist: der hopfen. für die bierherstellung kommen nur die weiblichen pflanzen in frage, die hopfenmädchen quasi 🙂 wer hopfen zum bierbrauen selbst anbauen möchte, sollte dies bedenken! 😉

hopfen verdirbt schnell, sodass er nach der ernte möglichst direkt weiterverarbeitet werden sollte. man trocknet ihn und in den meisten fällen kommt er dann gepresst in form von pellets beim brauen zur anwendung. grob unterscheidet man bitter- und aromahopfen und jede sorte bringt ein anderes aroma ins bier, wie zum beispiel meine geliebten fruchtigen noten. und natürlich sorgt der hopfen auch für die bittere im bier.

das brauen:

so viel zu den grundzutaten 🙂 wie diese während des brauvorgangs eingesetzt werden, folgt nun – in aller kürze! …plus kleine anmerkungen in „frauensprache“, damit sich auch die mädels etwas darunter vorstellen können – in zukunft vielleicht auch wollen – die bisher dachten, dass das bierbrauen gar nicht interessant ist… ist es!  es lässt sich zum beispiel in vielen punkten auf eine beziehung übertragen, da war ich selbst ganz überrascht 😛

zuerst: das maischen. für das maischen mischt man das geschrotete malz mit erhitztem wasser. das maischen dient dem herauslösen von stärke aus dem malz, die wiederum von enzymen in zucker gespalten wird. dabei wird die temperatur in verschiedenen rasten  auf einem bestimmten level gehalten, damit die enzyme ihre arbeit tun können… zum schluss kommt das abmaischen: die temperatur wird noch mal hochgedreht, damit sich die enzyme wieder verabschieden 😉

maischen in frauensprache: das maischen ist quasi das erste treffen mit dem möglichen traummann – ihr schmeißt eure pheromone zusammen, mal wird’s heißer, zwischendurch habt ihr auch ganz coole momente und zum schluss verabschieden sich eure manieren und hemmungen, weil mega hot 😉

es folgt: das läutern: die maische wird gefiltert, das heißt, dass man gelöste und ungelöste stoffe voneinander trennt und den restzucker, der sich noch im malz befindet, durch einen nachguss auswäscht.

mit den ungelösten stoffen sind die kornrückstände gemeint, der treber. dieser wird im weiteren brauvorgang nicht verwendet, aber daraus kann man z.b. mega leckeres brot backen! 😉 …wer nen bauernhof hat/kennt, wird ihn auch dort als futtermittel los – allerdings sollte man wissen, dass der treber schnell verdirbt… der flüssige rest mit den gelösten stoffen ist die würze, die man weiterverwendet.

läutern in frauensprache: nach dem ersten date bzw. der ersten nacht trennen sich eure wege und während ihr unter der dusche steht überlegt ihr, ob ihr team würze oder team treber seid – heißt: ist es der typ wert oder hält das doch nicht so lang?

next step: würzekochen oder hopfenkochen. die würze wird zum kochen gebracht und nach und nach, zu unterschiedlichen zeiten, gibt man den hopfen dazu – je früher übrigens, desto bitterer wird das bier, je später, desto besser kommt das hopfenaroma rüber 🙂

würzekochen in frauensprache: ihr habt euch für die würze entschieden und macht euch nun auf in eine ernsthafte beziehung, in der es natürlich auch äußerst heiß zugeht. mit der zeit denkt ihr über’s zusammenziehen nach – ein großer schritt, nehmt ihr dem mann doch damit alle freiheiten und konfrontiert ihn schlimmstenfalls auch noch mit unglaublich dreisten dingen wie hausarbeit… je früher ihr das thema ansprecht, desto bitterer wird die reaktion möglicherweise ausfallen…

whirlpool: hierbei sorgt man dafür, dass sich die würze in einem schnellen strudel dreht, damit sich alle festen bestandteile wie hopfen- oder malzreste, die man nicht in seinem bier haben möchte ;), in der mitte sammeln.

whirlpool in frauensprache: lieber noch ein bisschen das frisch verliebtsein genießen…für den whirlpool: sektchen nicht vergessen 😉

als nächstes: die hauptgärung. damit man im folgenden schritt die hefe zufügen kann, muss man die würze nun abkühlen, denn zu hohe temperaturen übersteht die hefe nicht.  dafür schüttet man die würze in einen gäreimer und kühlt sie dann auf etwa 20 °c herunter. nun gibt man die hefe hinzu, die den vergärbaren zucker jetzt innerhalb einer woche in alkohol umwandelt. danach fügt man noch zucker (am besten ist dafür angeblich traubenzucker geeignet) hinzu, damit sich später auch die kohlensäure bildet.

die gärung in frauensprache: nach son paar schönen und verliebten und hotten zeiten gibt’s sicher auch mal tage, an denen es nicht ganz so rosig läuft … irgendwas ist ja immer mal. ihr seid jetzt die hefe, mädels, weil gerade ihr gerne mal rumknottert und labert 😀 gebt euer bestes, um die miesen momente so kurz wie möglich zu halten, damit es auch bald wieder schön blubbert 😛 – mehr als ne woche solltet ihr echt nicht meckern 😉

wichtig hierbei: übertreibt es nicht!  ich weiß, ihr redet gerne, aber kommt zuerst mal wieder n bisschen runter, bevor ihr euerm liebsten einen knopf an die backe labert – cool down! 😉

zu guter letzt: abfüllen und abwarten. nun gilt es, das „jungbier“ in flaschen abzufüllen, zumindest, wenn man eine flaschenreifung anstrebt 😉 je nach sorte kann das schon mal ein paar wochen dauern. in dieser zeit kann es nachgären und wenn alles gut gelaufen ist, darf man anschließend sein eigenes bier genießen 🙂

das abfüllen in frauensprache: das ist recht einfach – dafür jedoch von größter bedeutung! – ihr solltet natürlich checken, ob euer typ ein guter biertrinker ist 😉 jaaa, dafür könnt ihr ihn natürlich auch abfüllen, wenn ihr wollt 😀 aber eigentlich meine ich: macht es bock, mit ihm ein bier zu trinken? es gibt so menschen, mit denen geht das besonders gut 😉

hat er einen guten biergeschmack? 😉 nach ein paar wochen habt ihr das sicherlich raus und könnt  dann euer bier zusammen genießen… wenn er ein gutes bier zu schätzen weiß und es nicht nur trinkt, um zu saufen, dann habt ihr schon mal einen sehr guten fang gemacht – den punkt dürft ihr auch gerne weiter nach oben setzen! 😉

…demnächst gibt’s dann auch mal ein bisschen praxis – mit entsprechenden fotos natürlich 😉

bleibt nur noch zu erwähnen:

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tschüss!

euer hopfenmädchen

 

 

 

5 Kommentare zu „da braut (man) sich was zusammen – die basic steps des bierbrauens. plus: bierbrauen in frauensprache :P

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